Hutba - Unser Prophet und die Jugend

08. April 2016

Verehrte Muslime!
Die Jugend ist der wichtigste Abschnitt in unserem Leben. Diese Zeit wird besonders aktiv durchlebt und vergeht wie im Flug.

 

Als unser Prophet Muhammad (s) in Mekka den Islam zu verkünden begann, versammelten sich vor allem Jugendliche um ihn, denn ihre Herzen waren rein und ihr Gerechtigkeitssinn war ausgeprägt. Diese jungen Menschen waren die ersten Muslime. Eines Tages sagte unser Prophet zu Ali (r): „Du gehörst zu mir, und ich gehöre zu dir.“ Damals war Ali (r) zehn Jahre alt. Zubayr bin Awwâm (r) war erst zwölf, als der Gesandte Allahs über ihn sagte: „Jeder Prophet hat einen Helfer, und mein Helfer ist Zubayr.“ Der Sahabi Abdullah bin Mas’ûd (r) war bereits mit 16 Jahren für seine Koranrezitation berühmt. Arkam bin Abi Arkam (r), der dem Propheten sein Haus zur Verfügung stellte, damit dieser dort den Islam lehren konnte, war ein Jugendlicher von 16 Jahren. Nahezu alle Muslime der ersten Stunde waren Jugendliche.

Liebe Geschwister!
Im Jugendalter bilden, prägen und verändern sich Meinungen besonders schnell. Junge Menschen fühlen sich dort heimisch, wo man sie und ihre Meinung wertschätzt. Um Jugendliche in ihrer geistigen Reife zu fördern ist es notwendig, ihnen eine gute Bildung zu ermöglichen. Ein junger Mensch, der sich im sozialen Umfeld einer Moschee bewegt und aktiv an deren Jugendarbeit teilnimmt, wird sich in diesem Umfeld heimisch fühlen. Er wird die religiöse Kultur, der er angehört, erlernen, lebendig erhalten und weiterentwickeln können. In einem solchen Freundeskreis kann ein junger Mensch zu nützlichem Wissen gelangen bzw. schlechten Einflüssen fernbleiben. Deswegen bietet die Jugendorganisation der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) eine Reihe von Angeboten an, die sich an ganz unterschiedliche Altersgruppen richten – egal ob Schüler, Auszubildende, Studierende oder Berufstätige. Durch die aktive Teilnahme können sich Jugendliche und junge Erwachsene weiterentwickeln und sich ein gutes soziales Umfeld aufbauen.

Verehrte Muslime!
Unser Prophet sagte: „Allah liebt den jungen Menschen, der seine Jugend im Gehorsam gegenüber Allah verbringt.“[1] „Am Jüngsten Tag, an dem es keinen anderen Schatten gibt, außer dem Allahs des Erhabenen selbst, wird Allah sieben Gruppen von Menschen Obhut unter seinem Schatten gewähren. Eine davon sind junge Menschen, die mit Ibâdas aufwachsen.“[2] Die Worte des Gesandte machen auf den großen Lohn aufmerksam, den Allah für diejenigen bereithält, die den hohen Wert der Jugend als den dynamischsten Lebensabschnitt eines Menschen erkennen und richtig nutzen.

Liebe Geschwister!
Unser Prophet hat den Jugendlichen gezeigt, wie sie sich von Verbotenem fernhalten können. Einer dieser Wege ist die Ehe. Der Gesandte Allahs sagte: „O ihr jungen Menschen! Wer von euch in der Lage dazu ist, soll heiraten. Denn dies schützt das Auge (vor dem Blick auf Verbotenes) und den bewahrt den Anstand (vor Dingen wie Zina).“[3] Mit diesen Worten betont der Prophet die Notwendigkeit, jungen Menschen bei der Heirat behilflich zu sein. So können sie ein Leben fern von verbotenen Dingen führen.

Wir beenden unsere Hutba mit dem Ratschlag des Propheten Lukmân (a) an seinen Sohn: „(Lukmân sagte:) »O mein Sohn! Siehe, hätte es (Gutes und Schlechtes, das du getan hast) auch nur das Gewicht eines Senfkorns und wäre es in einem Felsen oder in den Himmeln oder in der Erde verborgen, Allah brächte es ans Licht (und vor dich). Allah ist fürwahr zielsicher und kundig.”[4]

[1] Suyûtî, Al-Dschâmi as-Sağîr, I, 65/1867
[2] Buhârî, Azân, 27, Hadith Nr. 1423
[3] Nasâî, Sawm, 150, Hadith Nr. 2239
[4] Sure Lukmân, 31:16

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Ayat der Woche

Im Namen Allahs,
des Allerbarmers,
des Barmherzigen.

Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt und das gebietet, was Rechtens ist, und das Unrecht verbietet; und diese sind die Erfolgreichen.

(Quran, Sura Al- Imran 3:104)

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Freitagspredigt

Jeden letzten Freitag im Monat wird die Freitagspredigt in der Fatih-Moschee in deutscher Sprache abgehalten.

Eine Freitagspredigt auf Deutsch öffnet nicht nur die Moschee für alle Muslime unabhängig von ihrer Herkunft, sondern ermöglicht unseren Kindern und Jugendlichen die Probleme mit der Muttersprache haben, dieses besser zu verstehen und weiter zu vermitteln.