Hutba: Unser Beitrag für die Gemeinde

24. Februar 2017

Verehrte Muslime!
Menschen sind soziale Wesen. Von Geburt an leben wir in einer Gemeinschaft, ob nun Familie, Verwandtschaft oder Stadtteil. Später folgen Mitgliedschaften wie z. B. in Sportvereinen, Berufsverbänden oder religiösen Einrichtungen. Wir setzen uns ein, damit unsere Gemeinschaft besser wird. Dass wir heute hier sind, zeigt, dass wir uns, direkt oder indirekt, mit dieser Gemeinde verbunden fühlen.

 

Liebe Geschwister!
Auch wenn wir uns dieser Gemeinde verbunden fühlen, ist es bestimmt nicht ausreichend, wenn wir einmal in der Woche zum Freitagsgebet kommen und unseren Monatsbeitrag zahlen. Umso dankbarer sind wir, dass es Gemeinschaften wir die IGMG gibt, die gute Dienste für uns leisten. Das ist besonders wichtig in einer Zeit, in der es vielen Menschen schwerfällt, Recht und Unrecht zu unterscheiden und gemeinschaftlich zu handeln.

Seit mehr als 40 Jahren handeln wir gemäß Koran und die Sunna. Wir agieren im Interesse der Umma und setzen uns weltweit für die Armen und Bedürftigen ein. Durch unsere Projekte tragen wir zum sozialen Frieden bei. Alhamdulillah!

Verehrte Muslime!
Das Ziel unserer Gemeinschaft wird in der Sure Âli Imrân, Vers 104 vorgegeben: „Aus euch soll eine Gemeinde von Leuten hervorgehen, die zum Guten einladen, die das Rechte anordnen und das Schlechte untersagen“[1]; denn, so heißt es im gleichen Vers weiter, „dies sind diejenigen, die es geschafft haben, die errettet werden.“

Liebe Geschwister!
Gemeinschaftliche Strukturen sind sehr wichtig. Noch vor seiner Prophetenschaft trat unser Prophet einer Gruppe bei, die sich „Hilf al-Fudûl“ (Pakt der Tugendhaften) nannte. Er setzte sich damit für Gerechtigkeit ein. Unser Prophet berichtete später: „Ich war im Haus Abdallah ibn Dschad’âns bei einem Pakt zugegen, der so vorzüglich war, dass es mir lieber war, ihr Mitglied zu sein als eine Herde roter (wertvoller) Kamele zu besitzen. Wenn ich jetzt, im Islam, zu einem solchen Pakt wieder eingeladen würde, würde ich mich ihm wieder anschließen.“[2]

Verehrte Muslime!
Wenn wir wollen, dass der Islam und die kommenden Generationen der Muslime hier in diesen Ländern eine Zukunft haben, ist es äußerst wichtig, dass wir uns für unsere Gemeinden einsetzen.

Nicht jeder kann Vorsitzender werden, aber jeder, ob Mann oder Frau, kann eine Aufgabe übernehmen. Das Mindeste, was wir tun können, ist, Mitglied dieser Gemeinde zu werden und so ihre Arbeit unterstützen. Damit kommen wir der Erfüllung des göttlichen Gebotes, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, inschallah einen Schritt näher.

O Allah, bitte ermögliche uns, gute Dienste für den Islam und die Muslime zu leisten!

[1] Sure Âli Imrân, 3:104
[2] Ahmad ibn Hanbal, I,190, 193

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Ayat der Woche

Im Namen Allahs,
des Allerbarmers,
des Barmherzigen.

Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt und das gebietet, was Rechtens ist, und das Unrecht verbietet; und diese sind die Erfolgreichen.

(Quran, Sura Al- Imran 3:104)

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Freitagspredigt

Jeden letzten Freitag im Monat wird die Freitagspredigt in der Fatih-Moschee in deutscher Sprache abgehalten.

Eine Freitagspredigt auf Deutsch öffnet nicht nur die Moschee für alle Muslime unabhängig von ihrer Herkunft, sondern ermöglicht unseren Kindern und Jugendlichen die Probleme mit der Muttersprache haben, dieses besser zu verstehen und weiter zu vermitteln.