Hutba: Das Gute gebieten, das Schlechte verbieten

01. September 2017

Verehrte Muslime!

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Kurbanfest! Möge Allah eure Spenden annehmen!

 

Liebe Geschwister!

Zum Menschsein gehört es, Gutes zu tun und zum Guten aufzurufen, genauso wie es zum Menschen gehört, sich von allem Schlechten fernzuhalten. Das gilt immer und überall: zuhause, in der Schule, auf der Arbeit oder in der Öffentlichkeit. Manche Menschen kümmert es nicht, wenn etwas Schlimmes passiert. Andere möchten eingreifen, und wieder andere sehen absichtlich weg, wenn etwas Unrechtes geschieht. Aber vergesst nicht: Jeder von uns trägt nicht nur Verantwortung für das, was er getan hat, sondern auch für das, was er unterlassen hat.

Verehrte Muslime!

Es ist unsere Aufgabe, das Gute zu gebieten und das Schlechte und Schädliche zu verhindern. Diese religiöse Pflicht sollte uns Muslime auszeichnen und von anderen Gemeinschaften unterscheiden. Im Koran heißt es: „Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah… “[1]

Liebe Geschwister!

Für einen Muslim reicht es nicht, dass er auf seine eigenen Worte und Taten achtgibt. Nein, er trägt auch Sorge dafür, dass gute Dinge vermehrt und schlechte verringert werden. Das nennen wir kurz: Amr bil Marûf wa Nahy anil Munkar, das Gute gebieten und das Schlechte verbieten.

Dies ist eine religiöse Pflicht aller Muslime, für die wir reichlich belohnt werden. Denn unser Prophet sagte: „Wer andere zum rechten Weg aufruft, erhält an Lohn so viel wie diejenigen, die ihm folgen, ohne dass deren Lohn weniger wird. Und wer andere zu etwas Schlechtem aufruft, erhält an Sünde so viel wie diejenigen, die ihm folgen, ohne dass deren Sünde abnimmt.“[2]

Liebe Geschwister!

Wie in allem ist auch hier unser Prophet das beste Vorbild. Er warnte uns mit deutlichen Worten: „Ich schwöre bei Allah: entweder gebietet ihr das Gute und sorgt dafür, dass das Schlechte vermieden wird, oder Allah bestraft euch. Wenn das geschieht, beginnt ihr zu beten, aber eure Duâs werden nicht erhört.“[3]

Verehrte Muslime!

Rechtleitung und einen guten Rat benötigen heute vor allem jene Menschen, deren Îmân geschwächt ist, die sich von der Gemeinschaft der Moschee entfernt haben, ihren Glauben nicht mehr leben und der Gesellschaft den Rücken gekehrt haben. Lasst und diesen Menschen zur Seite stehen und ihnen helfen.

[1] Sure Âli Imrân, 3:110
[2] Muslim, Ilm, 30, Hadith Nr. 2674
[3] Tirmizî. Fitan, 12, Hadith Nr. 2169

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Ayat der Woche

Im Namen Allahs,
des Allerbarmers,
des Barmherzigen.

Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt und das gebietet, was Rechtens ist, und das Unrecht verbietet; und diese sind die Erfolgreichen.

(Quran, Sura Al- Imran 3:104)

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Freitagspredigt

Jeden letzten Freitag im Monat wird die Freitagspredigt in der Fatih-Moschee in deutscher Sprache abgehalten.

Eine Freitagspredigt auf Deutsch öffnet nicht nur die Moschee für alle Muslime unabhängig von ihrer Herkunft, sondern ermöglicht unseren Kindern und Jugendlichen die Probleme mit der Muttersprache haben, dieses besser zu verstehen und weiter zu vermitteln.