Hutba: Pioniere und Vorbilder

02. Februar 2018

Verehrte Muslime!

In jeder Gesellschaft gibt es viele Beispiele für bereits verstorbene Menschen, die sich allein für das Wohl der Menschen eingesetzt haben. An erster Stelle dieser großen Persönlichkeiten stehen für uns Muslime die Propheten. Sie haben sich unermüdlich für das Gute und die Gerechtigkeit eingesetzt. Diejenigen, die ihrem Weg folgen, werden von Allah im Koran gelobt.

In den kommenden Tagen und Wochen gedenken wir den Vorbildern und Pionieren unserer Zeit, also jener großen Menschen, die uns den Weg bereitet haben. Möge Allah zufrieden sein mit ihnen. Und möge Allah uns zu jenen zählen, die genau wie sie dem Weg des Propheten folgen.

 

Liebe Geschwister!

Wer sich für das Gute einsetzt und andere dazu anleitet, wird im Koran als „Sâbikûn“, also als die „Allerersten“, als „Pioniere“, bezeichnet. In Vers 100 der Sure Tawba heißt es: „Und die Allerersten, die ersten der Auswanderer und der Helfer, und jene, die ihnen in Rechtschaffenheit folgten: Allah hat an ihnen Wohlgefallen, und Wohlgefallen haben sie an ihm.[1] Dem Vorbild unseres Propheten zu folgen ist die erste Bedingung dafür, selbst ein Vorbild sein zu können.

Verehrte Muslime!

Laut der Sure Wâkia werden die Menschen am Tag der Auferstehung in drei Gruppen unterteilt. Zwei davon werden belohnt, die dritte aber bestraft. Zu jenen, die belohnt werden, gehören diejenigen, die Allah nahestehen. Diese sind Vorbilder für uns. Die Szene am Tag der Auferstehung wird in den ersten 10 Versen der Sure Wâkia wie folgt beschrieben: „Wenn das Unvermeidliche sich ereignet, wird keiner mehr sein Eintreffen leugnen. Erniedrigen wird es (einige), und (andere) erhöhen. Wenn die Erde im Beben erbebt und die Berge zerbröckeln, dann werden sie zerstreut wie Staub. Und ihr werdet in drei Gruppen aufgeteilt werden: Die Gefährten zur Rechten – was ist wohl mit den Gefährten zur Rechten? – Und die Gefährten zur Linken – was ist wohl mit den Gefährten zur Linken? – Und die Vordersten – sie sind (und bleiben) die Vordersten. Sie stehen (Allah) nahe.[2]

Liebe Geschwister!

Die Propheten, ihre Gefährten und die großen Imame sind unsere Vorbilder. Dies ist so, weil sie die im Koran beschriebenen Eigenschaften verkörpern. Dadurch, dass sie den Islam bewusst lebten und dem Propheten folgten, sind sie auch heute noch Vorbilder für uns.

Solche Menschen gab es in der Vergangenheit und wird es auch in Zukunft geben. In der Sure Fâtir werden sie als die „Erben des Buches Allahs“ bezeichnet, weil sie dem Koran verbunden sind. Unser Prophet beschreibt sie wie folgt: „Wenn ihnen ein Recht gegeben wird, so nehmen sie es an. Wenn von ihnen ein Recht eingefordert wird, so geben sie dieses großzügig. Und wenn sie über Menschen bestimmen, dann verhalten sie sich so, als würden sie über sich selbst und ihre Familien entscheiden.“[3]

Lasst uns an die großen Pioniere und Vorbilder unserer Zeit denken. Sie habe Großes für den Islam und die Muslime geleistet und uns den Weg bereitet. Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet. Möge Allah barmherzig mit ihnen sein und sie in sein Paradies aufnehmen.

[1] Sure Tawba, 9:100
[2] Sure Wâkia, 56:1-10
[3] Bayhakî, Schuab al-Îmân, Bd. 13, S. 467, Hadith Nr. 10626

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Ayat der Woche

Im Namen Allahs,
des Allerbarmers,
des Barmherzigen.

Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt und das gebietet, was Rechtens ist, und das Unrecht verbietet; und diese sind die Erfolgreichen.

(Quran, Sura Al- Imran 3:104)

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Freitagspredigt

Jeden letzten Freitag im Monat wird die Freitagspredigt in der Fatih-Moschee in deutscher Sprache abgehalten.

Eine Freitagspredigt auf Deutsch öffnet nicht nur die Moschee für alle Muslime unabhängig von ihrer Herkunft, sondern ermöglicht unseren Kindern und Jugendlichen die Probleme mit der Muttersprache haben, dieses besser zu verstehen und weiter zu vermitteln.