09. Oktober 2020

Verehrte Muslime!

In einem Koranvers heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Siehe, Berauschendes, Glücksspiele, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, Satans Werk. Meidet sie, damit es euch wohl ergeht. Der Satan will durch Berauschendes und Spiel zwischen euch nur Feindschaft und Hass säen und euch von dem Gedanken an Allah und dem Gebet abhalten. Wollt ihr deshalb nicht davon ablassen?“[1]

02. Oktober 2020

Verehrte Muslime!

Seit ungefähr 10 Monaten beschäftigt uns das Coronavirus. Wegen der Pandemie und der Vorsichtsmaßnahmen mussten Geschäfte schließen. Familien, Verwandte und Freunde konnten sich lange Zeit nicht besuchen. Konferenzen und Veranstaltungen wurden abgesagt. Auch wir Muslime haben Maßnahmen ergriffen und zunächst die Gemeinschaftsgebete in unseren Moscheen ausgesetzt. Zum Glück können wir inzwischen, wenn auch mit den notwendigen Vorkehrungen, wieder gemeinsam in den Moscheen zusammenkommen.

25. September 2020

Verehrte Muslime!

Unsere Beziehung zu Allah ist geprägt von Hawf und Radscha, also Ehrfurcht und Hoffnung. Wir bleiben allen Sünden fern, weil wir die Konsequenzen fürchten, und hoffen auf Allahs Barmherzigkeit. Einmal fragte unser Prophet ﷺ einen sterbenden Jugendlichen, wie es ihm gehe. Der Junge antwortete: „O Gesandter Allahs! Ich hoffe auf die Barmherzigkeit Allahs, doch ich habe Angst vor (den Konsequenzen) meiner Sünden.“ Daraufhin sagte unser Prophet ﷺ: „In wessen Herzen sich beides (Ehrfurcht und Hoffnung) in diesem Zustand befindet, dem wird Allah das geben, was er sich erhofft und Allah wird ihn davor schützen, was er fürchtete.“[1]

18. September 2020

Verehrte Muslime!

Wir alle möchten den Menschen nahestehen, die wir lieben und schätzen. Wir möchten immer Kontakt zu ihnen haben und uns mit ihnen unterhalten. Wir vermissen sie, wenn wir nicht bei ihnen sind und sie nicht sehen können. Ein Mumin, also ein Gläubiger, spürt diese Nähe allen voran zu Allah. Er möchte eine Beziehung zu ihm aufbauen. Das tägliche Gebet und unsere Duâs, also unsere Bittgebete, sind die schönsten Möglichkeiten dafür. Duâ ist, dass wir unsere Schwäche erkennen, Allah unsere Bedürfnisse und Wünsche mitteilen und für deren Erfüllung beten. Ob mit oder ohne Worte oder durch Taten; Duâ ist eine Kommunikation zwischen Allah und seinen Geschöpfen.

11. September 2020

Verehrte Muslime!

Die Identität eines Menschen ist durch seine Familie, Herkunft und Religion bestimmt. Dasselbe gilt auch für die Gruppe, Rechtsschule oder Gemeinschaft, der er angehört. All diese Bindungen stellen im Grunde genommen eine Zugehörigkeit dar. Es ist undenkbar, die Identität von der Zugehörigkeit eines Muslims zu trennen. Auch, dass ein Muslim sich von seiner Identität und dem Zugehörigkeitsbewusstsein differenziert betrachtet, ist unmöglich. Der Islam lehnt die Identität und Zugehörigkeit eines Menschen nicht ab. Vielmehr bringt er sie in ein Gleichgewicht. Die Religion, also die religiöse Zugehörigkeit, ist maßgebend. In einem Koranvers heißt es: „Er sprach: ‚O Nûh! Er gehörte doch nicht zu deiner Familie; denn sein Benehmen war unrecht.‘“[1] Nûhs (a) Sohn gehörte also nicht zur Familie, weil er ungläubig war. Das heißt: Ohne die Einheit von Religion und Bewusstsein ist die Identität und Zugehörigkeit nicht vollständig.

04. September 2020

Verehrte Muslime!

Das Ehe- und Familienleben gehört zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen. Es ist kein Zufall, dass mit den ersten Menschen auch die ersten Familien entstanden sind. Allah und der Gesandte empfehlen uns, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Jeder, der heiraten kann, soll das möglichst bald tun und es nicht weiter hinauszögern. Denn die Ehe wird in nahezu allen heiligen Büchern empfohlen. In der Ehe können die menschlichen Bedürfnisse am besten befriedigt werden. Im Koran wird uns dieser Aspekt am Beispiel des Propheten Yûsuf (as) nähergebracht. Die Prüfung von Yûsuf (as) zeigt uns, dass jeder Mensch mit seinem Nafs geprüft wird. Yûsuf (as) hat seine Prüfung mit der Hilfe Allahs bestanden. Vor diesem Hintergrund sind folgende Worte unseres Propheten ﷺ zu verstehen: „Wer heiratet vervollständigt damit seinen halben Iman. So soll jener Allah im Hinblick auf die verbleibende Hälfte fürchten‘.“[1]

Unser Prophet ﷺ legt den Jugendlichen das Heiraten deshalb nahe, weil er weiß, dass sie den Versuchungen im Jugendalter stärker ausgesetzt sind. Aus diesem Grund soll jeder junge Erwachsene, der die Möglichkeit dazu hat, heiraten. Wer das tut, folgt der Sunna des Propheten ﷺ.