19. Oktober 2018

Verehrte Muslime!

Den Koran zu lesen, seiner schönen Rezitation zuzuhören und am besten auch danach zu leben ist eine Ibâda. Im Koran heißt es: „Und mir wurde geboten, den Koran vorzutragen.“[1]. Wie der Koran schön und richtig rezitiert wird, steht ebenfalls im Koran. „Und trage den Koran vor, bedächtig und deutlich.“[2], hießt es in einem Koranvers. Während der Rezitation gilt es auch, bedächtig zuzuhören, denn „wenn der Koran verlesen wird, so hört zu und schweigt, damit ihr Barmherzigkeit findet.“[3] So tat es unser Prophet, der selbst den Koran rezitierte und auch der Rezitation seiner Gefährten beiwohnte.

12. Oktober 2018

Verehrte Muslime!

Jeder Muslim möchte die Zufriedenheit und das Wohlgefallen Allahs erreichen. Dabei spielt die Qualität des Îmâns, der Ibâdas und des Ahlâks eine wichtige Rolle. Zwischen ihnen besteht eine enge Verbindung: Die Qualität unserer Ibâdas weist nämlich auf die Stärke unseres Îmâns hin. Unser Ahlâk hingegen ist ein Spiegelbild unseres Îmâns. 

Hayâ, also die Schamhaftigkeit, ist unserem Propheten zufolge ein Teil des Ahlâks, der islamischen Moral.[1] Mit Hayâ ist die Bescheidenheit gemeint, die den Muslim von allem Schlechten zurückhält. Hayâ stammt von dem Arabischen „Hayât“, was „Leben“ bedeutet. In Anlehnung an die Wortbedeutung sagten muslimische Gelehrte: Ohne Hayâ kein Hayât.[2] In diesem Zusammenhang ermahnte uns unser Prophet mit den Worten: „Wenn du dich nicht schämst, so tue, was du willst.“[3]

05. Oktober 2018

Verehrte Muslime!

Das Ehe- und Familienleben gehört zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen. Es ist kein Zufall, dass mit den ersten Menschen auch die ersten Familien entstanden sind. Allah und der Gesandte empfehlen uns, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Jeder, der heiraten kann, soll das möglichst bald tun und es nicht weiter hinauszögern. Denn die Ehe wird in nahezu allen heiligen Büchern empfohlen. In der Ehe können die menschlichen Bedürfnisse am besten befriedigt werden. Im Koran wird uns dieser Aspekt am Beispiel des Propheten Yûsuf (s) näher gebracht. Die Prüfung von Yûsuf (s) zeigt uns, dass jeder Mensch mit seinem Nafs geprüft wird. Yûsuf (s) hat seine Prüfung mit der Hilfe Allahs bestanden. Vor diesem Hintergrund sind folgende Worte unseres Prophet zu verstehen: „Wer heiratet vervollständigt damit seinen halben Iman. So soll jener Allah im Hinblick auf die verbleibende Hälfte fürchten‘.“[1]

28. September 2018

Verehrte Muslime!

Der Islam führt uns auf den Weg wahrer Glückseligkeit – und zwar im Diesseits und im Jenseits. Wer glaubt, also Îmân besitzt, und danach lebt, wird glückselig werden. Die praktische Umsetzung des Glaubens ist eine Art Religiosität, also Takwâ.

Das menschliche Bedürfnis nach Religion und der Wunsch nach religiöser Praxis sind Teil der Fitra, also der natürlichen Veranlagung des Menschen. Dîn und Îmân sind nicht Fertigkeiten, die der Mensch mit der Zeit erlernt, sondern angeboren. Allah, der Erhabene, hat sie jedem Menschen mitgegeben.

21. September 2018

Verehrte Muslime!

In der Sure Âli Imrân heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah, und sterbt nicht anders denn als Muslime.“[1] Was bedeutet es, Allah zu fürchten? Um das zu verstehen, müssen wir Folgendes wissen: Allah ist der alleinige Schöpfer aller Lebewesen. Er erschuf das gesamte Universum aus dem Nichts. Er ist der Versorger aller Menschen. Wir sind ihm dankbar für alle seine Gaben und vermeiden alles, was unsere Beziehung zu Allah gefährden könnte. Wie sollte es auch anders sein? Aber unser Vertrauen auf die Barmherzigkeit Allahs sollte nicht dazu führen, nachlässig zu werden. Denn so, wie seine Barmherzigkeit allumfassend ist, ist seine Strafe für die Ungerechten gewiss.

14. September 2018

Verehrte Muslime!

Das islamische Jahr beginnt mit dem Monat Muharram. Dieser ist gleichzeitig auch der Vorbote des Aschûrâ-Tages, den wir am kommenden Donnerstag, also am 10. Muharram, feiern werden. Unser Prophet fastete am Tag von Aschûrâ. Denn das Fasten im Muharram ist besonders verdienstvoll und kommt direkt nach dem Fasten im Ramadan. Unser Prophet sagte dazu: „Das beste Fasten nach dem Fasten im Ramadan ist das Aschûrâ-Fasten im Muharram, einem Monat, der von Allah geschätzt wird.“[1]