20. Dezember 2019

Verehrte Muslime!

Die wichtigste Besonderheit des Muslims ist, dass er sich völlig Allah hingibt. Der Koran und die Sunna sind für ihn der einzige Maßstab von Gut und Böse, Recht und Unrecht, Tugend und Sünde. Kein Mensch ist unschuldig und fehlerfrei, ja es gehört zu seiner Natur, Sünden zu begehen. Ausgenommen hiervon sind nur die Propheten. Jedoch beharrt der Muslim nicht auf seinen Fehlern oder Sünden. Vor allem rechtfertigt er sie nicht. Vielmehr versucht er von diesen loszukommen und kehrt voller Reue zu Allah zurück. Im Koran heißt es: „Wenn Allah und sein Gesandter eine Sache entschieden haben, geziemt es einem gläubigen Mann oder einer gläubigen Frau nicht, in ihren Angelegenheiten eine andere Wahl zu treffen. Wer gegen Allah und seinen Gesandten aufsässig wird, der ist in offenkundigem Irrtum.“[1]

13. Dezember 2019

Verehrte Muslime!

In unserer Beziehung zu unseren Eltern, Ehepartnern oder Kindern gibt es manchmal schwierige Zeiten. Manche Beziehungen können uns sogar ernsthafte Probleme werden. In solchen Fällen bringt es nichts, wenn wir die Schuld nur bei unserem Gegenüber suchen. Wir erfreuen nur den Schaytân, wenn den Fehler machen, uns nur mit den Schwächen anderer zu beschäftigen und blind sind für unsere eigenen Fehler. Damit sich unsere Beziehung verbessert, muss nicht nur unser Gegenüber an seinen Fehlern arbeiten. Das Ganze beruht auf Gegenseitigkeit.

06. Dezember 2019

Verehrte Muslime!

In dem Koranvers, den wir vorhin rezitiert haben, erinnert uns Allah daran, dass die Bekleidung eine göttliche Gabe ist. Dort heißt es: „O ihr Kinder Adams! Wir gaben euch Kleidung, um eure Blöße zu bedecken, und als Festgewänder. Aber das Kleid der Gottesfurcht ist besser. Dies ist eines der Zeichen Allahs, auf dass sie sich ermahnen lassen.“[1]

29. November 2019

Verehrte Muslime!

Immer wieder werden wir im Koran zum Glauben und gleichzeitig zu guten Taten aufgerufen. Gute Taten wie das Gebet, das Fasten, die Zakat und der Hadsch betreffen die Beziehung zwischen dem einzelnen Menschen und Allah. Ganz unterschiedliche Lebensbereiche wie das Eheleben, die Ernährung oder das Erbe spielen sich auf einer zwischenmenschlichen Ebene ab. Als Muslime sollten wir jede dieser Taten als eine Gelegenheit sehen, Allah näher zu kommen. Jedoch hat jede Tat, die wie um Allahs Willen vollbringen, bestimmte Voraussetzungen.

22. November 2019

Verehrte Muslime!

In den eben rezitierten Koranversen heißt es: „Alif Lâm Mîm. Jenes Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesachtsamen – diejenigen, die an das Verborgene glauben, das Gebet verrichten und von unseren Gaben spenden.“[1] Diese Verse betonen drei wichtige Eigenschaften der Muttakîn – der gottesachtsamen Muslime: ihren Glauben an das Verborgene (Ğayb), das Gebet und das Spenden. Wer an das Verborgene glaubt, betet nämlich mit dem Bewusstsein, dass er seinem Schöpfer gegenübersteht, der ihn mit allem versorgt. Deshalb spendet er gerne auf dem Weg Allahs. Wir werden also an die Quelle unserer Gaben erinnert und dadurch dazu angespornt, von ihnen auf dem Wege Allahs zu spenden.

15. November 2019

Verehrte Muslime!

In der Frühzeit des Islams verrichtete unser Prophet ﷺ seine Gebete in der Nähe der Kaaba. Den Mekkanern gefiel das überhaupt nicht. Deshalb versuchten sie, ihn daran zu hindern. Aufgrund der schwierigen Lage richteten Sahâbis wie Ammar bin Yâsir (r) und Abû Bakr (r) Gebetsräume in ihren Häusern ein. Das erste Gemeinschaftsgebet in Mekka wurde in der Wohnung von Arkam bin Abil Arkam (r), in der Nähe des Hügels Safâ verrichtet. Hier nahmen auch viele Menschen den Islam an. Aus diesem Grund wurde Arkams Wohnung auch „Dâr al-Islâm“ (Haus des Islams) genannt. Erst nachdem Umar (r) den Islam angenommen hatte, konnten die Muslime unter seinem Schutz direkt bei der Kaaba beten.