27. September 2019

Verehrte Muslime!

Ein Bedürfnis aller Menschen ist es, eine Heimat zu haben. Diese Heimat kann der Ort sein, an dem man geboren, seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Sie kann aber auch ein Gefühl der Nähe und Verbundenheit sein, das mit Traditionen und Erinnerungen zusammenhängt. Heimat ist an keinen bestimmten Ort und auch keine bestimmte Ethnie gebunden. Im Grunde gilt: Wo man frei leben kann, fühlt man sich heimisch; dort ist man zuhause.

20. September 2019

Verehrte Muslime!

Üble Nachrede zerstört die Gemeinschaft, Freundschaft und das Vertrauen zwischen Menschen. Daher zählt sie im Islam zu den größten Sünden und ist verboten (haram).

Unser Prophet ﷺ beschrieb üble Nachrede mit folgenden Worten: „Wenn du über eine Person etwas in ihrer Abwesenheit sagst, was dieser missfällt.“[1]

Üble Nachrede beginnt schon mit schlechten Gedanken. Jemand, der schlecht über eine andere Person denkt, wird dies früher oder später auch äußern. Im Koran heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet möglichst viel Argwohn; denn mancher Argwohn ist Sünde. Und bespitzelt euch nicht und redet nicht hinter dem Rücken schlecht übereinander. Würde jemand von euch etwa gerne das Fleisch seines toten Bruders essen? Ihr würdet es verabscheuen. Und fürchtet Allah. Allah ist fürwahr bereit zu vergeben, barmherzig.”[2] Es ist also nicht nur verboten, schlecht über andere zu reden, sondern auch Schlechtes über sie zu denken.

13. September 2019

Verehrte Muslime!
Allah erschuf den Menschen als soziales Wesen. Das Wort „Insân“, also Mensch, wird von der Wurzel ءَ نَ سَ abgeleitet und bedeutet „Vertrautheit“, „Versöhnung“ und „Geselligkeit“. Als soziales Wesen ist der Mensch gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft ist einerseits lebensnotwendig und andererseits eine Prüfung.

06. September 2019

Verehrte Muslime!

In dieser Woche feiern wir den Aschûrâ-Tag, den 10. Tag des Monats Muharram. An diesem Tag haben sich wichtige Dinge ereignet: Husayn (r), der Enkel unseres geliebten Propheten, wurde mit 72 weiteren Muslimen ermordet. Am Aschûrâ-Tag errettete Allah Nûh (a) vor der Sintflut, Mâsâ (a) und sein Volk entkamen mit Allahs Hilfe durch das Rote Meer.

30. August 2019

Verehrte Muslime!

Zu Beginn seiner Prophetenschaft lud unser Prophet zunächst seine Verwandten und die Mekkaner zum Islam ein. Wer dieser Einladung folgte, musste mit Verfolgung durch die mekkanischen Götzendiener rechnen. Einige Muslime flohen deswegen nach Abessinien, wo ein gerechter, christlicher König herrschte. Später wanderten sie nach Medina aus. So wurde Medina zum Zentrum des Islams. Durch die Hidschra gelangten die Muslime an einen Ort, an dem sie den Islam frei ausleben konnten.

23. August 2019

Verehrte Muslime!

Die Muslime umschließt ein Band der Geschwisterlichkeit. In der Sure Hudschurât heißt es: „Die Gläubigen sind Geschwister. Darum stiftet Frieden unter euren Geschwistern. Und seid gottesfürchtig, damit ihr Barmherzigkeit findet.“[1] Das wichtigste Merkmal dieser Geschwisterlichkeit ist demnach die allseits sichtbare, alltägliche Zuneigung unter Muslimen. Um dies zu betonen sagte unser Prophet: „Ich schwöre bei dem, in dessen Hand meine Seele ist! Ihr kommt nicht ins Paradies, bis ihr wahrhaft glaubt; und ihr werdet nicht glauben, bis ihr einander liebt. Soll ich euch etwas sagen, das dazu führt, dass ihr einander liebt, wenn ihr es tut? Verbreitet den Friedensgruß unter euch.“[2] Aus diesem Hadith geht hervor, dass die Zuneigung unter den Muslimen eine wichtige Bedingung für die Zufriedenheit Allahs und ein Zeichen des aufrichtigen Glaubens ist.