Hutba: Eigenschaften des Gläubigen (1) – Hayâ

12. Oktober 2018

Verehrte Muslime!

Jeder Muslim möchte die Zufriedenheit und das Wohlgefallen Allahs erreichen. Dabei spielt die Qualität des Îmâns, der Ibâdas und des Ahlâks eine wichtige Rolle. Zwischen ihnen besteht eine enge Verbindung: Die Qualität unserer Ibâdas weist nämlich auf die Stärke unseres Îmâns hin. Unser Ahlâk hingegen ist ein Spiegelbild unseres Îmâns. 

Hayâ, also die Schamhaftigkeit, ist unserem Propheten zufolge ein Teil des Ahlâks, der islamischen Moral.[1] Mit Hayâ ist die Bescheidenheit gemeint, die den Muslim von allem Schlechten zurückhält. Hayâ stammt von dem Arabischen „Hayât“, was „Leben“ bedeutet. In Anlehnung an die Wortbedeutung sagten muslimische Gelehrte: Ohne Hayâ kein Hayât.[2] In diesem Zusammenhang ermahnte uns unser Prophet mit den Worten: „Wenn du dich nicht schämst, so tue, was du willst.“[3]

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Hutba: Ehe und Familie

05. Oktober 2018

Verehrte Muslime!

Das Ehe- und Familienleben gehört zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen. Es ist kein Zufall, dass mit den ersten Menschen auch die ersten Familien entstanden sind. Allah und der Gesandte empfehlen uns, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Jeder, der heiraten kann, soll das möglichst bald tun und es nicht weiter hinauszögern. Denn die Ehe wird in nahezu allen heiligen Büchern empfohlen. In der Ehe können die menschlichen Bedürfnisse am besten befriedigt werden. Im Koran wird uns dieser Aspekt am Beispiel des Propheten Yûsuf (s) näher gebracht. Die Prüfung von Yûsuf (s) zeigt uns, dass jeder Mensch mit seinem Nafs geprüft wird. Yûsuf (s) hat seine Prüfung mit der Hilfe Allahs bestanden. Vor diesem Hintergrund sind folgende Worte unseres Prophet zu verstehen: „Wer heiratet vervollständigt damit seinen halben Iman. So soll jener Allah im Hinblick auf die verbleibende Hälfte fürchten‘.“[1]

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Hutba: Religiosität in modernen Zeiten

28. September 2018

Verehrte Muslime!

Der Islam führt uns auf den Weg wahrer Glückseligkeit – und zwar im Diesseits und im Jenseits. Wer glaubt, also Îmân besitzt, und danach lebt, wird glückselig werden. Die praktische Umsetzung des Glaubens ist eine Art Religiosität, also Takwâ.

Das menschliche Bedürfnis nach Religion und der Wunsch nach religiöser Praxis sind Teil der Fitra, also der natürlichen Veranlagung des Menschen. Dîn und Îmân sind nicht Fertigkeiten, die der Mensch mit der Zeit erlernt, sondern angeboren. Allah, der Erhabene, hat sie jedem Menschen mitgegeben.

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Hutba: Takwâ

21. September 2018

Verehrte Muslime!

In der Sure Âli Imrân heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah, und sterbt nicht anders denn als Muslime.“[1] Was bedeutet es, Allah zu fürchten? Um das zu verstehen, müssen wir Folgendes wissen: Allah ist der alleinige Schöpfer aller Lebewesen. Er erschuf das gesamte Universum aus dem Nichts. Er ist der Versorger aller Menschen. Wir sind ihm dankbar für alle seine Gaben und vermeiden alles, was unsere Beziehung zu Allah gefährden könnte. Wie sollte es auch anders sein? Aber unser Vertrauen auf die Barmherzigkeit Allahs sollte nicht dazu führen, nachlässig zu werden. Denn so, wie seine Barmherzigkeit allumfassend ist, ist seine Strafe für die Ungerechten gewiss.

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Hutba: Wie den Monat Muharram verbringen?

14. September 2018

Verehrte Muslime!

Das islamische Jahr beginnt mit dem Monat Muharram. Dieser ist gleichzeitig auch der Vorbote des Aschûrâ-Tages, den wir am kommenden Donnerstag, also am 10. Muharram, feiern werden. Unser Prophet fastete am Tag von Aschûrâ. Denn das Fasten im Muharram ist besonders verdienstvoll und kommt direkt nach dem Fasten im Ramadan. Unser Prophet sagte dazu: „Das beste Fasten nach dem Fasten im Ramadan ist das Aschûrâ-Fasten im Muharram, einem Monat, der von Allah geschätzt wird.“[1]

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Hutba: Wohin geht unsere Hidschra?

07. September 2018

Verehrte Muslime!

Die Hidschra, also die Auswanderung, ist eine Sunna nahezu aller Propheten. Ihr Auftrag, Allahs Botschaft zu verbreiten, führte sie oft weg von ihrer Heimat an andere Orte. Auch unser Prophet Muhammad (s) war einer von ihnen. Zunächst lud er die Bewohner Mekkas zum Islam ein. Während dieser 13-jährigen Periode lebte er unter schwierigen Umständen und war Verfolgung und Unterdrückung ausgesetzt. Dann erlaubte ihm Allah, von Mekka nach Medina auszuwandern. Jedoch darf diese Hidschra nicht als bloßer Ortswechsel verstanden werden. Denn mit ihr begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Islams: Sie stellt einen Wendepunkt für die Muslime dar und den Beginn positiver Entwicklungen und großer Errungenschaften.

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Ayat der Woche

Im Namen Allahs,
des Allerbarmers,
des Barmherzigen.

Und aus euch soll eine Gemeinde werden, die zum Guten einlädt und das gebietet, was Rechtens ist, und das Unrecht verbietet; und diese sind die Erfolgreichen.

(Quran, Sura Al- Imran 3:104)

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Freitagspredigt

Jeden letzten Freitag im Monat wird die Freitagspredigt in der Fatih-Moschee in deutscher Sprache abgehalten.

Eine Freitagspredigt auf Deutsch öffnet nicht nur die Moschee für alle Muslime unabhängig von ihrer Herkunft, sondern ermöglicht unseren Kindern und Jugendlichen die Probleme mit der Muttersprache haben, dieses besser zu verstehen und weiter zu vermitteln.