29. Januar 2021

Verehrte Muslime!

In unserem digitalen Zeitalter üben Massenmedien und soziale Netzwerke einen starken Einfluss auf die Menschen aus. Das zeigt sich vor allem an der Entwicklung von Smartphones, die zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebens geworden sind. Soziale Experimente zeigen, dass Menschen, die ihren Geldbeutel verlieren, dies erst nach durchschnittlich 15 Minuten merken. Der Verlust des Handys hingegen, wird bereits nach drei Minuten bemerkt. Auch die Zahl internetsüchtiger Menschen nimmt zu. Wer online viel Zeit verbringt, wird in seiner Meinung zu 80 % durch soziale Medien gelenkt und beeinflusst.

22. Januar 2021

Verehrte Muslime!

Der Freitag ist für uns Muslime ein Tag des Segens, der Barmherzigkeit, Vergebung, Geschwisterlichkeit und der Versammlung. Unser Prophet ﷺ sagte: „Der beste Tag, an dem die Sonne aufgeht, ist der Freitag.“[1]

An diesem Tag versammeln wir uns zum wöchentlichen Freitagsgebet. Während der Corona-Pandemie ist es leider nur möglich, diese Pflicht mit den notwendigen Vorkehrungen wie Maske und Abstand zu erfüllen. In dem Koranvers, den wir zu Beginn der Hutba rezitiert haben, heißt es über das Freitagsgebet: „O ihr, die ihr glaubt! Wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum (gemeinsamen) Gedenken an Allah und lasst den Handel ruhen. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet.“[2]

15. Januar 2021

Verehrte Muslime!

Der Mensch besitzt neben guten auch schlechte Charaktereigenschaften. Dazu gehört der Neid. Ein neidischer Mensch möchte nicht nur haben, was ein anderer besitzt oder kann, sondern hofft auch darauf, dass der andere seinen Besitz verliert. Im Islam hat Neid keinen Platz, denn in einem Koranvers heißt es: „Und hefte deine Blicke nicht auf das, was wir einigen von ihnen gewährten – den Glanz des irdischen Lebens —, um sie damit zu prüfen; denn deines Erhalters Versorgung ist besser und bleibender.“[1]

08. Januar 2021

Verehrte Muslime!

Mit unseren Duâs, also unseren Bittgebeten, wenden wir uns mit all unseren Sorgen und Wünschen Allah zu. Dabei beten wir nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Geschwister, die wiederum genauso für uns beten. Unser Duâ ist ein starkes Band zwischen uns und Allah. Ganz egal in welcher Lebenssituation wir uns befinden, ob wir trauern oder glücklich sind, ob wir spirituell stark oder schwach sind, nur das Duâ hält unsere Beziehung zu Allah lebendig.

01. Januar 2021

Verehrte Muslime!

Um sie besser einteilen zu können, haben die Mensch die Zeit in Tage, Wochen, Monate und Jahre unterteilt. Im Laufe der Zeit sind viele Kalender entstanden.

Heute beginnt das Jahr 2021 nach Milâdî-Zeitrechnung, also gemäß dem heutzutage weit verbreiteten gregorianischen Kalender. Im Grunde gibt es keinen Unterschied zwischen dem ersten und dem letzten Tag eines Jahres. Die Sonne geht an der gleichen Stelle auf und unter. Der Tag beginnt und endet wie üblich. Trotzdem können wir solche Tage als Möglichkeit begreifen, uns neue Ziele zu setzen. So kann das neue Jahr ein Neubeginn für uns sein.

25. Dezember 2020

Verehrte Muslime!

Das erste Wort, das unserem Propheten ﷺ offenbart wurde, lautet „Ikra“, also: „Lies!“. Im Koran heißt es: „Lies! Im Namen deines Erhalters, der erschuf – erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden. Lies! Denn dein Erhalter ist gütig, der durch die (Schreib-)Feder gelehrt hat – den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.“[1] Der Islam legt also großen Wert auf Wissen und den Wissenserwerb, denn dies ist eine Grundvoraussetzung für den Tawhîd. In dem Koranvers „Wisse darum, dass es keinen Gott gibt außer Allah.“[2] wird das Wissen in direktem Zusammenhang mit der der Glaubensformel „Lâ ilâha illallâh“ gesetzt. Das heißt: Erst kommt das Wissen, dann der Imân.