06. Januar 2022

Verehrte Muslime!

Tawba bedeutet, sich von Sünden zu entfernen und sich seinem Schöpfer zuzuwenden. Im Koran heißt es: „Wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, damit es euch wohl ergehe.”[1] Denn Menschen machen Fehler. Deshalb ist es noch wichtiger, seine Fehler und Sünden zu erkennen und sie zu bereuen. Ohne Tawba wird uns das Paradies verwehrt bleiben. Der erste Schritt zu wahrer Reue ist es, unsere Sünden aufrichtig zu bereuen. Aufrichtige Reue im Herzen, Einsicht sowie Geständnis und Abkehr von der Sünde sind der Weg zur Tawba.

31. Dezember 2021

Verehrte Muslime!

In wenigen Tagen beginnt das neue Jahr nach dem Miladi-Kalender, und damit ein neuer Zeitabschnitt. Die Zeit ist eines der wichtigsten Dinge, die Allah erschaffen hat. Etwas, das uns ständig begleitet, ja von dem wir abhängig sind, ohne dass uns dies immer bewusst ist.

Das Ende eines Monats oder eines Jahres ist nichts Unbedeutendes. Denn mit der fortschreitenden Zeit neigt sich auch unser Leben seinem Ende zu. Deshalb ist die Zeit eine wichtige Gabe Allahs. Unser Îmân und unsere Ibâdas sind erst durch unsere Existenz in dieser Welt möglich, und der größte Beweis dieser Existenz ist unser Leben, also unsere Lebensdauer auf dieser Welt, die wiederum an die Zeit gebunden ist. In diesem Sinne: Möge Allah uns allen ein gesegnetes, gutes und gesunden Leben schenken.

24. Dezember 2021

Verehrte Muslime!

Îsâ (a) gehört zu den großen Propheten, die besonders bemüht, geduldig und standhaft waren. Er war ein Diener und Gesandter Allahs. Im Koran heißt es: „O ihr Leute der Schrift! Übertreibt nicht in eurer Religion und sprecht über Allah nur die Wahrheit. Der Messias Jesus, der Sohn der Maria, war ein Gesandter Allahs und sein Wort, das er Maria entbot, mit einer Seele, geschaffen von ihm. So glaubt an Allah und seinen Gesandten und sprecht nicht: ‚Drei.‘ Lasst davon ab, das ist für euch besser. Allah ist nur ein einziger Gott. Er ist hoch darüber erhaben, dass er einen Sohn haben sollte! Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Und Allah genügt als Beschützer.”[1] Wir glauben daran, dass Îsâ (a) ohne Vater auf die Welt kam. Das ist ein Wunder, bedeutet aber nicht, dass er deshalb Gott oder dessen Sohn wäre. Hierzu heißt es im Koran: „Wahrlich, Jesus ist vor Allah gleich Adam. Er erschuf ihn aus Staub. Dabei sprach er zu ihm ‚Sei!‘, und er war.“[2]

17. Dezember 2021

Verehrte Muslime!

Ein zentraler Begriff im Islam ist Dankbarkeit, also Schukr. Dankbar zu sein bedeutet, in Worten, Taten oder im Herzen, demjenigen gegenüber Respekt zu zeigen, der einem Gutes tut. Den Wert von Wohltaten zu erkennen und auch auszudrücken, heißt, ihn wertzuschätzen. Angesichts der unzähligen Wohltaten Allahs ist es selbstverständlich, dass wir ihn ehren und ihm danken. Das gebietet allein schon unser Verstand und unser Gewissen. Im Koran heißt es: „Und er gibt euch etwas von allem, um das ihr ihn bittet. Und wenn ihr die Gnadenerweise Allahs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht berechnen. Der Mensch ist wahrlich ungerecht und undankbar!“[1]

10. Dezember 2021

Verehrte Muslime!

Ein zentrales Merkmal des Islams ist der Wert von Reflexion, Wissenserwerb und Forschung. Allah ruft die Menschen zum Nachdenken auf, indem er sie immer wieder fragt: „…haben sie keine Einsicht?“[1]„Merkten sie denn nicht…?“[2]„Wollen sie denn nicht über den Koran nachdenken?“[3] Denn der Islam möchte die Menschen aus der Dunkelheit der Dschâhiliyya, also der Unwissenheit, ins Licht der Wahrheit zu führen.

03. Dezember 2021

Verehrte Muslime!

In dem gerade rezitierten Koranvers heißt es: Was aber die anbelangt, die glauben und das Rechte tun, so wird er ihnen ihren Lohn auszahlen. Und Allah liebt nicht die Ungerechten.“[1]

In diesem Vers geht es um die Bedeutung von Îmân und guten Taten, für die wir im Jenseits belohnt werden. Im letzten Teil heißt es aber auch: „Und Allah liebt nicht die Ungerechten!“ Hier werden wir daran erinnert, neben unserem Îmân und unseren Ibâdas unsere Mitmenschen nicht zu vernachlässigen. Unser Schöpfer sagt in einem Hadith kudsî: „Ich habe mir Unrecht selbst für haram erklärt. Auch unter euch habe ich es verboten.“[2] Er erwartet von uns, dass wir ganz besonders in unserer eigenen Familie darauf achten, das Rechte zu tun und den bestmöglichen Ahlâk, also guten Charakter, zu zeigen.